
Statt aus dem Nord-Osten bläst der Wind aus Nord.
Und nicht mit gemütlichen 15 bis 20 Knoten sondern mit 25 bis 30.
Auch die Welle hält sich dadurch nicht an die Vorhersagen sondern ist deutlich höher als erwartet.
–> Was haben sich die Wetterfrösche bloß dabei gedacht?
Aus den geplanten 85 Meilen, um von Trinidad nach Grenada zu kommen, werden …… viele!
Und das hart am Wind – denn um einen gemütlichen Halbwind-Kurs segeln zu können – tja – dafür hätten wir Ost-Wind gebraucht.
Nach der langen Pause in Österreich und den gemütlichen trinidad´schen Wasserstrecken ist dies aktuell nicht ganz nach unserem Geschmack. Unsere Seglerbeine müssen erst wieder wachsen!
Aber jetzt winken bereits Grenada´s Berge zu uns herüber!
Das letzte Stück motoren wir, denn auch hart am Wind, mit mehrmaligem Aufkreuzen, gelingt es nicht, die entsprechende Höhe zu fahren.
Die eiserne Genua, unser Karl, kommt zum Einsatz. Er bietet aktuell einen entscheidenden Vorteil: es ist ihm egal, aus welcher Richtung der Wind kommt! Er tuckert und tuckert und tuckert und gibt Schub Richtung „vorwärts“ – DANKE, KARL!
Die Ankerbucht vor St. Georges, im SW von Grenada, ist unser Ziel.

Schlußendlich sind es 147 Meilen geworden. Und fast 22 Stunden.
Durchschnittsgeschwindigkeit:
beachtliche 6,8 Knoten (!). Oft hat der 7er und 8er bei der Knotenangabe aufgeleuchtet.
–> Vitamine scheint es gefallen zu haben 😉
Das Resumee der 2-Beiner für den ersten Karibik-Törn nach langer Zeit (gut 6 Monate):
Das war kein gemütlicher Start sondern ein Nonstop-Fitness-Lager🤣

