Karibik/Grenada: Über´s Land mit Öffis

Ein Tag Grenada (die Insel ist ca. 300 km2 groß) mit dem öffentlichen Bus –
alias „mobile Reggae-Disco“ 🤭)
Die Bus-Route ist festgelegt, losgefahren wird, wenn der Kleinbus (ca. 20 Personen) voll ist, wer Aussteigen will, klopft an eine Scheibe, bezahlt wird beim Aussteigen.

Um 5 East-Caribbean-Dollar (ca. Euro1,60) pro Person kommt man richtig weit!
Mindestens über die halbe Insel.
(So ganz haben wir das Kostenschema nicht durchblickt.🤭)

Unsere Tour führt uns vom Westen in den Osten (über die MItte der Insel) und über den Süden wieder retour.


Unser 1. Stopp ist der Grand-Etang-Nationalpark (auf 500 Meter über dem Meer).
Wir sind am Touristenzentrum vorbeigefahren, da wir, in der Annahme, dass der Bus sowieso stehenbleibt, NICHT an die Schiebe geklopft hatten. (Aber warum sollte er auch – wir waren schließlich die einzigen Touris im Bus).
So hat er uns ein paar Kurven später ausgespuckt – gerade richtig beim Schranken, der sich für jedes Auto, wenn es denn bezahlt hat, öffnet.
Erlebnis, das uns Mitteleuropäer zum Nachdenken anregt:
Wir stehen beim Häuschen, um zu bezahlen. Ein Auto naht, der Fahrer hat es in der Hand und streckt es aus dem ofenen Fenster … Sepp macht den nächsten Part des „Staffellaufes“, nimmt das Geld und gibt es der Kassiererin.
Ganz einfach. Ganz selbstverständlich für alle Beteiligten. Ganz logisch.
Wäre dies auch in Mitteleuropa so gelaufen?
Wir denken uns auf jeden Fall: So einfach kann „Zusammen Leben“ sein!

Der große Süßwasser-See im Grand-Etang-Nationalpark wird auch zur Trinkwasserversorgung der Insel herangezogen.
In ihm leben viele Kois, die es gewohnt sind, von den einheimischen Guides mit Futter angelockt zu werden.
Zauberhaft viel „Grün“ in verschiedensten Ausprägungen und Nuancen, exotische Blüten und Morast begleiten uns auf den Wanderwegen, die – unterschiedlich lang – direkt vom See wegführen, hin zum Touristenzentrum des Nationalparks.
Wir waten, umgeben von herrlichen Licht- und Schattenspielen, herrlich frische Luft auf der Haut und in der Nase (die 500 Höhenmeter machen sich bemerkbar) knöcheltief barfuß durch die aufgeweichte Erde.
Wie grandios – Schlammpackung inclusive!
(Heuer hat sich die Regenzeit auf Grenada eher als Trockenzeit dargestellt – aber am Ende der Regenzeit, ab Mitte November, stellten sich Gott sei Dank doch noch tägliche Regenschauer ein – der heutige hat seine Spuren im Dschungelboden hinterlassen ;-))

Die Mona-Affen sind sind gut zusammengespielt mit den einheimischen Führern, sie wissen sich zu benehmen und sind einfach putzig!
Sie nehmen gern Körperkontakt auf, keck und ganz selbstverständlich, aber nie dreist.
Die Eiswürfel, die vom „Local-Rum-Punsch“ (mit frisch geriebener Muskatnuss verfeinert) noch im Becher sind, finden großen Anklang.

2 Damen in bunten Kleidern, mit Obstattrappen auf dem Kopf, lassen sich gegen Entgelt auch von vorne fotografieren (Hilfe, in welcher Touristenfalle sind wir hier gelandet! *lol*)
Die Stände sind bunt und vielfältig mit lokalen Produkten bestückt.
Grenada wird auch als „Gewürzinsel“ bezeichnet – Muskatnuss, Zimt und selbstgemachte Gewürzmischungen sind allgegenwärtig. Aber auch diverse Mitbringsel und Weihnachtsschmuck können hier auf dem Weg zum Nationalpark-Informations-Haus erstanden werden und die Live-Musik lädt durch freie Instrumente zum Mitmachen ein!


Friedliche interspezifische Aktionen stehen hier auf der Tagesordnung ….
da kann´s dann schonmal vorkommen, dass die Grenzen verschwimmen und Aff sich fragt:
„Ich glaube, mich laust ein ….. ja wer denn nun eigentlich?“


Unser nächster Stopp, die Stadt Grenville, haben wir NICHT bewusst als Reiseziel auserkoren.
Sie hat sich durch die Wahl der Buslinie ergeben – der Busfahrplan hat uns die Entscheidung abgenommen – Grenville ist die Endhaltestelle.

Die ganze Stadt scheint aus „Straßen-Verkauf“ zu bestehen!
Gewand, Kinder-Fahrrädder (erstaunlich! Bei meinen 2 Radtouren ist mir ein einziger Radfahrer begegnet!), Getränke, Fisch, Schmuck, Haushaltsartikel, Obst + Gemüse – ALLES wird auf der Straße von „Klenstunternehmen“ feilgeboten.
Eine „Divine-Bakery“ ist zwar jetzt, am späten Nachmittag, schon fast ausverkauft, aber es gibt noch ein paar Stücke Germgebäck – frisch und ja – tatsächlich „göttlich“!

Mit vielen, vielen Eindrücken beladen geht´s Z´zurück zu Vitamine, die an einer Boje beim Tauchspot „Skulpturenpark“ sicher verwahrt ist.
(Vitaminchen hatte sich derweil unauffällig neben ihren Fischer-Kollegen eingereiht 🤭)


„Mission Bugstrahlruder“ steht heute noch an:
Seit dem letzten Einparken zum Wasserbunkern in Trinidad wissen wir:
Es gibt keinen Ton geschweige denn eine Bewegung von sich
–> Fehlersuche + Reparatur läuft an!