Europa/Norddeutschland: im Nord-Ostsee Kanal

Wenn Goliath entgegenkommt, drückt sich David doch gerne mal an den Rand –
aber klar doch! Bloß nicht anstreifen, ist die Devise!

Nord-Ostsee-Kanal!
Zwischen Brunsbüttel und Kiel
Er durchschneidet mit seinen gut 60 Meilen (knapp 100 Kilometern) annähernd waagrecht Schleswig-Holstein auf Höhe der Landzunge, in der Deutschland in Dänemark übergeht.

Viele „Giganten“ sind hier unterwegs – manchmal tauchen sie überraschend nach einer Biegung auf, manchmal sind sie schon lange im Vorhinein zu sehen. Auch hier leistet der Plotter gute Dienste.
Die Stopp-Uhr des Wache-Schiebenden mal auf auch nur 5 Minuten zu stellen für einen Powernap – nein – das wäre hier keine gute Idee! Dafür ist der Kanal zu eng, hat zu viele Biegungen und zu viel Verkehr!
Der NOK ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt.
Na bum.

Einige wenige „Sport- und Freizteitboote“ – so wie wir – sind auch anzutreffen.
Die Küstenwache – in schnittigem Outfit – versieht hier ebenfalls Dienst:

Die Brücken im NOK sind allesamt so hoch, dass auch Segelboote, ohne um ihren Mast bangen zu müssen, gut darunter durchflutschen – auch wenn einem das Auge durchaus anderes vermitteln könnte.

Brücken sind vorhanden , aber spärlich gestreut.
Fährstationen sind dagegen häufig anzutreffen.
Unermüdlich queren deren Fähren den NOK, jeweils gut gefüllt mit Autos, Mopeds. Radfahrern, Spaziergängern, LKW´s, Traktoren …. – eben für alle, die an´s andere Ufer wollen.
Oho! SO lässt sich „Traktor 🚜 von Welt“ also lässig von einem Acker zum nächsten tragen: 😎

Beim Bau des Kanals (Grundsteinlegung 1887, Fertigstellung 1914) haben die angrenzenden Bauern, die durch Landverzicht die Haupt-Leidtragenden waren, ausgehandelt, dass sie – als kleine Entschädigung – zumindest gratis die Fähren benutzen können.

Pro Jahr passieren knapp 30.000 Schiffe den Kanal.
Durchschnittlich 250 lange Seemeilen erspart der NOK seinen Benützern.
Und zusätzlich bietet er bei rauer See „draussen herum“ grandios sanfte Bedingungen.