Karibik/Grenada: St. Georges zu Fuß + per Rad

Nach 2 Nächten „im Spa“ bleiben wir noch vor St. George´s und legen uns wieder an Boje.
Wir liegen schließlich vor der Hauptstadt von Grenada – diese will auch noch entdeckt werden!

„Gewürzinsel Grenada“ – allen voran für die Muskatnuss bekannt (40 % der Muskatnüsse weltweit wachsen HIER!), aber auch Zimt, Nelken, Ingwer, Kakao und Vanille gedeihen prächtig auf den vulkanischen Böden.
Natürlich auch Mangos, Brotfrucht, Bananen …. und – Erst-Sichtung für mich – die Sternfrucht (Karambole)!

St. George´s ist bunt, vielfältig, quirlig und hat ein „House of Chocolate“
Jetzt, Anfang Dezember, sind die Straßen und Geschäfte auch schon gerüstet für Weihnachten.
Impressionen, Impressionen …
Auch die „Fire Station“ ist bestens gerüstet – die Fahrzeuge glänzen wie neu!


Bereits in der Stadt St. George´s ist es SEHR hügelig!
Es geht richtig steil bergauf und richtig steil bergab!
(das „Klein-San-Francisco“ der Karibik?)
Die Hügel setzen sich in der Umgebung fort und werden noch höher!

Wir sind gemeinsam zu Fuß unterwegs.
2 x schwinge ich mich auf meine Flotte Lotte (e-Klapprad) und erkunde alleine.
So manches Mal ist sie überfordert ob der ihr zugemuteten massiven Steigungen und „streckt die Reifen“.
Tja – Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt! 😆

Aber … wenn man dann hoch oben ist und viele Hügel glücklich bezwungen hat – so auf 200 Meter über dem Meer – gibt es doch nichts Schöneres als einen zweckmäßig positionierten und bestens platzierten Aussichtsstuhl!
(Da bekommt „Schwiegermutterstuhl“ eine neue Bedeutung …. 😁)


Natürlich gibt es noch viel mehr an „Belohnungen“:
viele schöne Ausblicke, blühende Pracht und unglaublich vielfältige Eindrücke von „Land und Leuten“!

Hoch erhaben (auf 210 Meter über dem Meer) thront auch das „Fort Frederick“.
Die alten Gemäuer zeugen von der bewegten Geschichte, geprägt von den Eroberern aus Frankreich.
Der schöne Ausblick ist inclusive!


Gleich daneben gibt es eine Touristeninformation.
Wie fein! Dann lasse ich mich mal informieren!
Die Dame, die am Fenster lehnt, scheint auf den Bus zu warten.
Ich gehe hinein …… und informiere mich.
Das nimmt auch gar nicht viel Zeit in Anspruch, denn die Touristeninformationsstelle besteht aus einem alten Holzregal, auf dem Prospekte lieblos abgelegt wurden.
Die Dame mit der hübschen Frisur, die nach wie vor im Fensterrahmen lehnt, fühlt sich offensichtlich nicht zuständig.
Auf meine Nachfrage stellt sich heraus:
Sie IST zuständig. Naja. Zumindest wäre sie es.

Um Höhenmeter zu umgehen, hat man sich – unten in der Stadt – schon vor langer, langer Zeit Gedanken gemacht:
Der historische Sendall-Tunnel (1894 erbaut) in St. Georges ist auch heute noch stark frequentiert!
Er ist die einzige Verbindung auf Meeresniveau zwischen dem großen, belebten Hafenbereich und der Innenstadt von St. George´s und ist gut 100 Meter lang und – da für Pferdekutschen gedacht gewesen – richtig eng.

14 Füße breit (mit 39er-Schuhgröße selbst gemessen)
Google meint nur: „nicht sehr breit“. 🤭

Für die vielen Autos ist er eine Einbahnstraße. Die unzähligen Fußgänger nutzen ihn in beide Richtungen. Ohne speziellen Gehweg.
Und es funktioniert! Hier passt jeder auf jeden auf!

Seit dem Gewürzmarkt in St. George´s schmückt ein hübscher, bunter, kleiner Vogel unseren Saloon, der hier in der Karibik weit verbreitet ist – ein Kolibri!
(Der Jahreszeit entsprechend neben dem Weihnachts-Stern –
aber – g´wiss is:
Wenn der Weihnachtsstern schon längst wieder verstaut sein wird – der Kolibri wird noch lange fliegen!

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