Marina Jacaré liegt bereits hinter uns, wir sind einerseits ein bißchen wehmütig und freuen uns andererseits sehr auf neue Abenteuer!
Den Fluß „Paraiba do Norte“ hinunter treffen wir sowohl auf Mega-Frachter als auch auf kleine Fischerboote. Bei den Tonnen müssen sie sich vertan haben, die Brasilianer: Wir fahren flussabwärts und die grünen Tonnen, die die Fahrrinne markieren, befinden sich rechts, die roten links. Genau verkehrt herum *lol*
Wir sind seit 2 Tagen und 5 Stunden unterwegs, haben 315 Seemeilen zurückgelegt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 6 Knoten. Der Wind kommt bestädnig um die 20 bis 25 Knoten von achterlich. Die Strömung von bis zu 2 Knoten trägt uns ebenfalls unserem Ziel, Insel Lencois, entgegen. Herrliche Segelbedingungen! So möge es die nächsten 3 1/2 Tage, die wir bis zur Insel Lencois noch unterwegs sein werden, bleiben!
Wir freuen uns auf „die Insel“! Dünen, Dorfcharacter – Brasilien pur? Wir sind gespannt!
Die Monate, die Vitamine hier in der Marina Jacare verbracht hat, sind deutlich mehr als usnere. Die Regenzeit mit Begleiterscheinung „Moskitos-Invasion“ hat sie Gott sei Dank kaum in Mitleidenschaft gezogen – auf jeden Fall keine bleibenden Schäden hinterlassen. Wir haben die Zeit derweil in einer gemäßigten Klimazone, in Österreich, verbracht. Ja – eine gemäßigte Klimazone hat ihre Vorteile! *smile*
Die Marina hat eine Wand, die nur darauf wartet, mit weiteren Logos von den hier vorbeikommenden Segelbooten bestückt zu werden! Motiviert von Jean-Claude auf SY Jumanji, mache ich mich an die Arbeit… bzw. das Vergnügen…..
Endlich ist unser „Seebärli“ wieder mal gut sichtbar für die Nachwelt plaziert! Seit den Kanaren das erste Mal wieder! Ob es für die Ewigkeit ist oder für „bis zur nächsten Regensaison“ wird wohl die Zeit weisen….. (Das Logo von Jumanji ist übrigens inspiriert vom Löwen auf dem Bug von Jumanji (der Name eines Fantasy-Adventure-Movies) Wie eindeutig zu sehen ist: Die Umsetzung ist geglückt!)
Werft-Zeit + Trockensteh-Zeit ist wohl immer eine anstrengende, fordernde, unangenehme Zeit. Eine Zeit, die eben sein muss, um sein Zuhause rundherum zu refitten. Wohl jeder Segler ist froh, wenn sie auch wieder vorbei ist und sein Schiff wieder dort ist, wo es hingehört – in´s Wasser!
Gerade noch rechtzeitig gibt´s einen Musik-Abend in der Marina! Ein richtig tolles Event! Gute Musik in wohlfühligem Ambiente bei angenehmen Temperaturen und incl. guter kulinarischer Versorgung! Auch Eloi, ein wahrer Meister im Gitarrewürgen, packt seine E-Gitarre in fortgeschrittener Stunde aus – was für ein Ohrenschmaus! Abgesehen vom auditiven Genuß ist es auch immer ein großer Genuss, Menschen zu erleben, die „ganz in ihrem Element“ sind, die in dem, was sie gerade tun, so ganz und gar aufgehen, eins werden (in dem Fall) mit ihrer Musik … grandios! Zu Eloi gesellt sich unser Pizza-Macher – ebenfalls ein Virtuose der Gitarre – und auch bei ihm merkt man die Begeisterung, die Leidenschaft! Auch wenn seine Pizzen & Co gut sind ….. DAS ist sein Weg, dem ihm sein Herz vorgeben würde – wie wunderbar, ihn mit und in seiner Musik aufgehend, zu erleben! Auch Nikolai genießt den Abend. Er ist erst zum Marine-Chef der technischen Belange gezwungenermassen mutiert, als sein Partner überraschend verstarb (vor ca. 2 Jahren). Sein Herzblut würde er wohl liebend gerne wieder die Gastwirtschaft legen – und wohl auch wieder richtig gut sein! Insgesamt ein zauberhafter Abend!
Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen und neuen Freundschaften im Gepäck freuen WIR uns jetzt auf jeden Fall schon SEHR darauf, wieder „unterwegs“ zu sein, wieder „on tour“ zu sein……
Frühmorgendlich, wenn es noch dunkel ist, an einem menschenleeren Sandstrand, gesäumt von Palmen, das Tageserwachen mit allen Sinnen wahrzunehmen…… ein Gedanke, der das Herz höher schlagen lässt!
„Der frühe Vogel fängt den Wurm!“ – so heißt es. Hm….. Wann ist die beste Zeit, um einen Strandspaziergang zu machen? Klarer Fall: VOR Sonnenaufgang den Strand erreichen – in den Sonnenaufgang hineinspazieren – Wind+Welle als auch das Erscheinen des neuen Tages, das Hinübergleiten der nächtlichen Finsternis in die Helligkeit des Tages, das Zurückziehen der nächtlichen Fauna zugunsten des Tages-Lebens geniiiiiiießen !
An Hochhäusern gibt es in Cabedelo, der Metropole neben dem beschaulichen Dorf Jacare Village, mehr als genug – für unser Gefühl. Aber was es auch gibt – was wir uns gar nicht erwartet hätten – ist ein Sandstrand feinster Güte, der die Stadt am Atlantik-Ufer säumt – und das mit einem breiten Streifen Palmen + Grün als „Abstandhalter“! Prädikat: „sehr wertvoll“ für die Lebensqualiltät der „Cabedeloaner“ und deren Gäste! Die breite Uferstrasse ist in der Früh bis ca. 8 Uhr reserviert für Spaziergänger, Walker, Outdoor-Gruppengymnastik, Läufer, Radfahrer, Skater (mit eigenem Radfahr-Skater-Bereich). Was für eine gute Idee! Sie wird auch gut genutzt – in den frühen Morgenstunden herrscht reges Treiben in dieser Fit-mach-mit-Zone!