In unserem „Arbeitslager Trinidad“ spielt sich das Leben großteils in der Werft ab.
Zusammenfassung: Laut, dreckig, heiß, arbeitsintensiv.
Wann immer möglich seilen wir uns ab (bzw. segeln wir uns ab ;-)) auf eine unbewohnte Insel, die uns mit ausgebreiteten Armen empfängt (die Ankerbucht hat die Form eines Hufeisens, die Öffnung des Hufeisens zeigt in Richtung Werft).
Und das nur ca. 1 1/2 Segel- als auch Motorstunden von Peake, unserer Werft in Trinidad (in Chaguaramas) entfernt.


CHACACHACARE (gesprochen SCHAKASCHAKAREE 😆) ist eine der Bocas-Inseln, die sich in der Enge des „Drachenmauls“ („Bocas del Dragón“) zwischen Trinidad und Venezuela befinden. Venezuela ist 6 Meilen entfernt.
Der Sandstrand in der Hufeisenbucht weist einen dicken „Plastikstreifen“ auf.
Je nach Wind- und Strömung lagert das Meer hier so einiges ab ….
Schnell wieder weg – wir schnorcheln zurück zum Boot. Das Wasser ist auch hier grün-braun-naturtrüb durch die umliegenden Mangroven.
Die Fische, die wir immer wieder springen sehen und die Schildkröten, die immer wieder mal zum Luftholen an die Oberfläche kommen, bleiben uns unter Wasser verborgen. Nur ganz in der Nähe des Ufers lassen sich sich auch erblicken.
Nach dem täglichen Regenschauer geht´s nochmal los – diesmal mit dem Dinghy – zu den Resten eines Anlegesteges.
Und jetzt entdecken wir den „La tinta bay Beach“ auf der anderen Seite der Insel, im Bereich der schmalen Landzunge von Chacachacare.
In naher Ferne (6 Meilen) sind die Berge von Venezuela, heute mit Wolkenhaube, zu sehen.
Ein schöner Sandstrand erwartet uns, Herz-Stein inclusive!
Auf dem einzigen Pfad der Insel kann man streckenweise erahnen, dass er einst für Autos gebaut wurde. Aktuell erobert ihn die Natur zurück – und das geht in der tropischen Feuchtigkeit und Hitze rasant schnell. Manchmal ist es bereits nur mehr ein schmaler Pfad mitten im dichten Grün.
Wie gut, dass wir JETZT hier sind, denn in einigen Jahren ist hier ohne Machete wohl kein Weiterkommen mehr! Hier und jetzt ist es eine nette Wanderung mit blitzblauen Himmelsfaltern, blühenden Sträuchern und verschiedensten Kakteen an den NO-Zipfel der Insel – zum Leuchtturm!
(Einmal im Jahr, so haben wir im Nachhinein erfahren, wird hier ein Marathon gelaufen – für diesen wird der Weg jährlich freigemacht.)
Der Leuchtturm bietet Fernsicht + „Schwarze Geier“!
Abbröckelnder Putz, herumliegender Schutt, fehlende Eingangstür, offen stehende und leicht im Luftzug schwankende Türen auf dem Weg nach oben – Leuchtturm „out of duty“ erzählt mit baufälligem Charme von einer großen Vergangenheit!
Der große Bruder nebenan hat die Arbeit übernommen – dieser ist – so wie auch die Photovoltaik-Anlagen mit Hochsicherheits-Stacheldraht vor unerwünschtem Besuch abgesichert.


