Brasilien/Amazonas/Japiim Grande: Kanu + Natur

Die spärlichen Häuser am Ufer eines der Zuflüsse zum Japiim Grande strecken und recken sich in der Morgendämmerung. So wie deren Bewohner.
Die eingeparkten Kanus warten geduldig auf ihren heutigen Einsatz.


Viel „Natur“ streicht an meinem blauen Vitaminchen & mir vorbei.
Unendlich viel unterschiedlichstes Grün, vielfältigen Farben und Formen, zieht vorbei.
Auch hier ist alles am Erwachen.
Lautloses Gleiten über das Wasser, so manche Stimmen aus dem umgebenden Grün.
Unterhaltung unter Vögeln, zart untermalt vom Rauschen der Blättern.

So manche Vögel sind im Wasser und im Morast des freiliegenden Ufers – in dem wir hoffnungslos versinken würden – auf Futtersuche oder haben ein morgendliches Meeting.
Auch in den Bäumen: Vögel + deren Nester.

Die Mangroven mit ihren unzähligen langen Wurzeln sind ein wesentlicher Bestandteil dieses Öko-Systems.
So manches Blümchen leuchtet mehr oder weniger versteck aus dem Dickicht und lässt sich schließlich doch in seiner ganzen Pracht bestaunen.
Die Häuser am Ufer werden weniger …. und weniger … und verschwinden schließlich ganz.

Das Wasser ist – natürlich – auch hier braun-grau – aber es ist ein natürliches, durch die starken Gezeiten + den erdigen Untergrund bedingtes Braun-Grau.
Es ist vollkommen in Ordnung. Es ist gut so.

Es tut gut, in diesen Morgen hineinzupaddeln ….


So richtig schmal ist das Flussbett rund um mich gar nicht.
Aber mein Handy-GPS trägt bereitwillig zu diesem verrückt-angenehmen Gefühl bei, sich irgendwo im Nirgendwo zu befinden:
es anzeigt, dass ich auf Land unterwegs sei !

Von der einsetzenden Ebbe lasse ich mich wieder hinaustragen – zu unserer Vitamine.

Am Nachmittag steht Kontrastprogramm auf der Agenda:
Programmpunkt „Mensch“:
der Besuch der örtlichen Schule !

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