Karibik/Guadeloupe: auf zur Insel „Terre de Haut“

Glücklich verlassen wir mit unserem „alten neuen“ Autopiloten das Bojenfeld vor Pointe-à-Pidre.
Unsere erste „Testfahrt“ (als Teststrecke unter Belastung und Dichtheitsprüfung) soll uns ca. 22 Meilen in den Süden bringen – zur Insel „Terre de Haut“.
Gemeinsam mit der Nebeninsel „Terre de bas“ bilden sie die Inselgruppe „Îles des Saintes“.
Auf unserer „1. Testfahrt“ sind wir quasi einer der Schmetterlingsfühler ….

3,5 h später freuen wir uns über die letzte verfügbare Boje im großen Bojenfeld (und diese ist jetzt, um ca. 17 Uhr, nur deshalb noch für uns frei, weil Philippe sie mit „Zähnen + Krallen“ für uns verteidigt hat. Die Wettervorhersage prophezeit für die nächsten Tage Wind über 30 Knoten – da wollen viele Segler an die Boje!
Es geht doch nichts über gute Segelfreunde! Bussiiiiii, Philippe!
(Ankern ist hier verboten, ohne freie Boje hätten wir in die nächsten Buchten schauen + suchen müssen … )

Und Bussiiiii, Autopilot! Er hat anstandslos gearbeitet, ohne auch nur einmal zu murren, zu knurren, zu ächzen oder zu quietschen.
Und das Durchgehend.
So kennen wir ihn!
Und? Der Kontrollblick unter´s Bett, in´s Autopiloten-Revier?
Kein Öl! *halleluja* Er ist dicht!

An der Boje vor uns liegt La Bohème – einem vergnüglichen gemeinsamen Abend auf ihr mit Sandrine, Philippe und deren entzückenden Besuch (Maud, Sandrine´s Tochter) steht nichts mehr im Wege ….

Maud kratzt ihre Englisch-Kenntnisse zusammen.
Es sind ihre ersten Tage (von insgesamt 21) in der Karibik, und zuhause, in Frankreich, spricht ja jeder französisch!
Während ihrer Schul-Karriere hat sie es nicht für wichtig empfunden, abgesehen von der „Weltsprache Französisch“ noch eine zweite zu lernen.
Na gut, dass sie jetzt UNS kennenlernt! *lol*

Vor 2 Tagen, an ihrem 1. Karibik-Tag, haben wir Maud das erste Mal gesehen –
vor Ilet Fortune – La Bohème ankernd direkt hinter uns.
Ein Schnorcheln auf unserer Glücksinsel und ein vergnüglich-interessanter Abend auf Vitamine folgten…..


Wie unterhalten sich Franzosen, die kein Deutsch können + Österreicher, die kein Französisch können, miteinander?
Eines ist klar: Nicht in der Muttersprache!
Für uns alle stellt es eine Herausforderung dar, auf Englisch zu kommunizieren.
Es ist herzerfrischend, wie gut die Kommunikation trotzdem funktioniert, wie wir uns gegenseitig helfen bzw. auch einfach mal darüber lachen, dass wir uns NICHT so ausdrücken können, wie wir es in unserer Muttersprache könnten.
Die Chemie stimmt. Auf Herzensebene verstehen wir uns auf jeden Fall!

Vielleicht ist es das letzte Mal, dass sich die Wege von Vitamine + La Bohème kreuzen bzw. wir uns über den Weg segeln.
La Bohème will weiter nach St. Martin und für die nächste Hurrican-Saison retour nach Trinidad und danach zurück nach Europa.
Für uns gibt es kein „zurück“ mehr (so hoffen wir ;-)) – wir wollen weiter – der aktuelle Gedanke ist von Antigua zu den Bermudas und weiter in die USA + nach Kanada hinauf.

Aber wie heißt es so schön: „Plans change quickly …. „




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