
Moment…. Los Roques gehört doch zu Venezuela.
Los Roques liegt doch nur 80 Meilen nördlich des venezolanischen Festlands.
Das ist doch gefährlich, Venezuela zu bereisen! Venezuela ist doch vor Kurzem durch eine massive Wirtschaftskrise gegangen! Viele sind aus Venezuela geflüchtet, weil die Kriminalität durch die Decke gegangen ist.
Dies und ähnliches haben wir des öfteren gehört von Segelkollegen.
Etliches an Recherche später, Kontaktaufnahme mit von Venezuela begeisterten Segel- und Tramperkollegen, die vor kurzem Venezuela bereist haben, und nach Gustomachen auf www, das vermeldet hat ….
„Archipiélago Los Roques“, die „Inselwelt von Los Roques“, ist ein geschützter Inselarchipel in der Karibik,. Es gilt als eines der schönsten Naturparadiese Südamerikas, bestehend aus über 40 Inseln und hunderten Sandbänken mit türkisblauem Wasser, weißen Stränden und einem riesigen Korallenriff.“
…. sind wir jetzt tatsächlich glücklich hier gelandet.
Wir sind hier so freundlich wie noch in KEINEM anderen Staat willkommen geheißen wurden von den offiziellen Stellen wie hier auf Los Roques.
Wir können berichten:
www hat recht! Aber sowas von!
Los Roques ist eine absolut bezaubernde Inselwelt, in seiner ganzen Ausdehnung als Naturschutzgebiet deklariert, die wir in ihrer extravaganten Schönheit vielleicht im Pazifik vermutet hätten – aber nicht hier in der Karibik!
Venezuela leistet sich ein solches Naturschutz-Kleinod? Und das schon lange?
Und das, ohne viel Aufhebens bzw. Werbung darum zu machen?
Die meisten Besucher lukrieren sich sicherlich aus Venezuela selbst.
Für ALLE Besucher gilt:
Der Eintrittspreis ist hoch. Die Nationalparkgebühr ist beachtlich. Somit sind es wohl die „Schönen + Reichen“ Venezolaner, die auf Gran Roque, der Hauptinsel, in kleinen Flugzeugen landen und sich auf die (stark im Aufbau befindlichen) hübschen Unterbringungsmöglichkeiten verteilen.
Die beiden Felsen der Hauptinsel, „Los Roques“ (= „die Felsen“) bzw. die beiden Hügel (ich aus dem Alpenland Österreich kommend, würde sie nun nicht als Berge bezeichnen ;-)) sind wohl namensgebend für das gesamte Archipel und stellen auch die bei weitem höchsten Erhebungen des gesamten Archipels dar. (Auch www gibt die Höhe mit „nur ein paar Meter“ an ;-))
Eindrücke vom Leben auf der Hauptinsel „Gran Roque“ („Großer Felsen“) :
Die Personen in den Behörden sind unendlich bemüht und freundlich.
Sie kramen ihre paar Brocken englisch heraus, ich meine paar Brocken spanisch – den Rest macht google translate, und das auf dem Büro-Computer.
Da wir für 2 Wochen einchecken, bekommen wir die „gelbe Flagge“ überreicht. Diese passt natürlich perfekt zu unserem ohnehin bereits gelben Outfit.
(Beim Auschecken bringen wir sie wieder retour in´s Office.)
Die kleinen Propellermaschinen landen auf dem ebenso kleinen Flughafen.
Das Gesamtbild fällt – im südländischen Rahmen – unter „sehr adrett + ordentlich“ !
(„Müll wegwerfen verboten“ wird eingehalten !)
Das „Ambulatorio“ (Krankenhaus) stellt die medizinische Versorgung sicher.
































Geschäfte sind nicht immer leicht als solche zu erkennen.
Hinter einer der unscheinbaren Türen verbirgt sich ein Schlaraffenland an frischem Obst und Gemüse.
(Wobei ….. Wir hatten Glück: das Versorgungsschiff kam gestern! Die Regale können durchaus auch leer sein!)
Für diesen kleinen Ort (gut 1000 Insel-Bewohner) mit seinen wenigen Einkaufsmöglichkeiten gibt es überraschend viele Panaderias (Bäckereien):
Drei an der Zahl! Vielleicht noch mehr! 3 sind uns über den Weg gestanden und alle 3 mit herrlich duftendem frischen Germgebäck in süß + pikant und vielen anderen Köstlichkeiten … *yammiiiiie*
Es ist heiß – über 30 Grad, und auch wenn es trocken ist und hohe Luftfeuchtigkeit nicht zusätzlich erschwert: zu heiß für uns, um uns freiwillig der brütenden Sonnenhitze auszusetzen.
Wir bevorzugen die angenehmen Temperaturen ab 17 Uhr.
Dies ist auch die Hauptzeit für die zahlreichen Restaurants. Sie bieten hübsches Ambiente, freundliche Begleitung auf 4 Pfoten und ebensolch freundliche 2-beinige Bedienung und – last but not least – gutes Essen!


















FAST hätten wir dem Ambulatorium einen Besuch abgestattet:
Des Käptn´s Genick schmerzte plötzlich, nach einer unüblichen Bewegung, SEHR! Eine Ohnmacht vor lauter Schmerz war nahe!
Tja … diesen Flirt mit der Inselschönheit, den hätte er sich wirklich sparen können!
Aber ….
wer hätte auch gedacht, dass „Guguck-Spielen“ mit einer 2-jährigen sich soooooooooo negativ auswirken kann!
Der Versuch, Hilfe zu erhalten durch eine Massage war zwar zweifelsohne angenehm zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, für die eigentliche „Mission Genick“ hat er aber nix gebracht.
War halt auch „nur“ ein „Centro Estetico & Spa Horus“ („Schönheits- und Wellnesszentrum“)





Er leidet, mein Käpt´n, und das für Monate!
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sein 1. Halswirbel, der Atlas, sich wohl bei dieser Aktion verschoben hatte.


