Europa/Norddeutschland: die Eider + ihre Tücken

Der Tiefenmesser zeigt 1,60 Meter an.
Vitamine zieht mit ihren 1,90 Metern Tiefgang eine tiefe Furche im Schlamm.
🫣🤪😁 SCHLAMM, Schlamm, Schlamm … rechts und links von uns🫣)

Frohgemut haben wir am Vormittag im netten, gut versteckten, kleinen Stadthafen von Friedrichstadt abgelegt. Auf in die Nordsee – auf nach Helgoland!

Die Schleuse, quasi das „Stadttor der Wasserseite“, kennen wir ja bereits von der Einreise.
Vorgestern hat es sich gut angefühlt, sie zu passieren – hat alles bestens geklappt.
(gut zu sehen an der Mauer ist der beachtliche Höhenunterschied des Wasserpegels)

Heute fahren wir von der anderen Seite in die Schleuse ein, in Vorfreude auf´s „weiter“.
Das Tor vor uns beginnt sich zu öffnen und gibt den Blick auf die Treene frei.

Oh Schreck !!!
Was ist passiert?
Wo ist das ganze Wasser geblieben?
Sind die umfangreichen Überlegungen des Käpt´ns für den geeigneten Zeitpunkt des Auslaufens quasi „in den Schlamm“ gefallen?

Die Treene ist nur mehr ein Rinnsal …. gesäumt von dicken, breiten, Schlammbänken!
Sooooo viel Schlammufer und nur mehr sooooooo eine enge Fahrrinne!
Ob das mit unseren 1,90 Metern Tiefgang klappen kann? 😱

Der Reiher fliegt fliegt ein paar Meter neben Vitamine – an der Grenze zum sichtbaren SCHLAMM!


Uff.
Geschafft.
Die Treene bietet langsam wieder mehr an Wasserfläche.
Was für ein wohltuendes Bild – wenn auch jetzt noch die Ufer in Armeslänge entfernt scheinen – der Tiefenmesser ist zufrieden!

Die wahre Herausforderung in diesem Fluss-Abschnitt und mit unseren Plänen ist es,
– IM Fluss die Tiden
– und die Öffnungszeiten der Brücken und Schleusen
– incl zeitlicher Kalkulation der Wegstrecken
unter einen Hut zu bringen
UND in den Atlantik zu flutschen, wenn
– Strömung,
– Tide und
– Wetter passen…. 😵‍💫🥴🙄🤪

In diesem umfassenden Gesamtpaket das Erste mal für uns !
Wie gut, dass wir in Afrika + Brasilien Tiden-Erfahrung gesammelt haben.
Wie auch immer : Mein Käpt´n hat „das Kind perfekt geschaukelt“!